Käfertal ist einer der Stadtteile, in denen wir am häufigsten Umzüge fahren. Das liegt auch daran, dass er so unterschiedlich ist. Wer im alten Ortskern auszieht, hat andere Fragen als jemand, der in Käfertal-Süd in den vierten Stock zieht.
Ein Dorf, das zur Stadt wurde
Käfertal ist deutlich älter als das heutige Mannheim. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1227 unter dem Namen Cheverndal. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde er 1688 zerstört und wieder aufgebaut, teils auf den alten Straßenzügen. Seit dem 1. Januar 1897 gehört Käfertal zu Mannheim. Mit der Industrialisierung wurde aus dem Bauerndorf ein schnell wachsender Vorort für Arbeiterfamilien.
Heute umfasst der Stadtteil rund 10,7 Quadratkilometer. Nachbarn sind die Vogelstang, Feudenheim, Wohlgelegen und Waldhof. Im Norden schließt der Käfertaler Wald an, ein großes Erholungsgebiet mit dem Karlstern als bekanntem Treffpunkt.
Drei Käfertals, drei Arten von Umzug
Im alten Ortskern
Rund um die alten Straßen im Zentrum stehen ältere Häuser, oft mit schmalen Treppen und Hofeinfahrten, in die kein Möbelwagen passt. Hier entscheidet der Ladeplatz über die Dauer des Umzugs. Wir schauen uns die Straße vorher an und beantragen bei Bedarf ein Halteverbot direkt vor dem Haus. Große Schränke werden zerlegt, bevor sie ins Treppenhaus gehen, nicht danach.
In Käfertal-Süd und den Wohnblocks
In den größeren Wohnanlagen gibt es Aufzüge, aber auch lange Wege von der Straße bis zur Wohnungstür. Ein Aufzug, der zwischendurch für Nachbarn frei bleiben muss, braucht einen Plan: unten lädt jemand, einer fährt, oben verteilt jemand. So läuft der Aufzug ohne Leerfahrten.
In den Siedlungen und Einfamilienhäusern
Mehr Platz, mehr Keller, mehr Garage. Bei Häusern unterschätzen viele die Menge in Keller, Dachboden und Gartenhaus. Bei der Besichtigung gehen wir deshalb auch dort durch. Was nicht mitsoll, kann gleich in die Entrümpelung.
Gleise, Parken und Halteverbot
Durch Käfertal fahren Stadtbahnen, unter anderem die Linie 5 über den Bahnhof Käfertal. Wo Gleise in der Straße liegen, darf ein Möbelwagen nicht so stehen, dass er die Bahn behindert. Das klingt selbstverständlich, schränkt die Möglichkeiten zum Laden aber stark ein. In Wohnstraßen ist das Problem ein anderes: Es gibt schlicht keine 20 Meter freie Bordsteinkante. In beiden Fällen hilft nur eine Halteverbotszone, die mindestens drei volle Tage vorher steht.
Sperrmüll und Ummeldung
Alte Möbel, die nicht mitkommen, können Sie bei der Stadt Mannheim als Sperrmüll anmelden, online, über die Mannheim-App oder unter der Behördennummer 115. Planen Sie dafür Vorlauf ein, denn die Termine sind nicht beliebig kurzfristig zu haben. Wenn es schneller gehen muss, nehmen wir Sperrmüll am Umzugstag mit.
Nach dem Einzug haben Sie zwei Wochen Zeit, sich anzumelden. Für den Termin beim Bürgerservice brauchen Sie Ausweis und Wohnungsgeberbestätigung.
Und nach dem Umzug
Unser Rat für den ersten Sonntag: Kartons stehen lassen, in den Käfertaler Wald gehen. Wer frisch hergezogen ist, lernt den Stadtteil am besten von dort aus kennen. Die Kartons sind am Montag immer noch da.

