Die Vogelstang ist ein Stadtteil mit klarer Geschichte. Anfang der 1960er Jahre war die Wohnungsnot in Mannheim groß, und die Stadt beschloss, einen ganz neuen Stadtteil zu bauen. 1965 begannen die Arbeiten. Geplant war die Vogelstang für 20.000 Menschen, heute leben dort rund 13.000. Die Planer setzten bewusst auf eine Mischung aus Einfamilienhäusern, viergeschossigen Wohnhäusern und Hochhäusern. Zwei künstlich angelegte Seen und viel Grün gehören bis heute dazu.
Für Umzugsfirmen heißt das vor allem eins: Hochhäuser. Wir haben in der Vogelstang viele Umzüge in den oberen Etagen gemacht und dabei gelernt, wo die Zeit verloren geht.
Der Aufzug ist der Engpass
Im Altbau entscheidet das Treppenhaus, im Hochhaus der Aufzug. Ein normaler Personenaufzug fasst sechs bis acht Kartons pro Fahrt, bei Möbeln oft nur ein Stück. Eine Dreizimmerwohnung mit 70 Kartons und üblichen Möbeln braucht so schnell 15 bis 25 Fahrten in jede Richtung. Wer den Aufzug mit Nachbarn teilt, braucht noch mehr Zeit.
Reservieren
Fragen Sie Hausmeister oder Hausverwaltung, ob der Aufzug für den Umzug reserviert werden kann. In vielen Häusern gibt es dafür einen Schlüsselschalter, mit dem der Aufzug für eine Zeit nur für den Umzug fährt.
Schützen
Viele Verwaltungen verlangen Schutzmatten in der Kabine. Wir bringen sie mit, ebenso Kantenschutz für die Türen.
Ausmessen
Breite und Tiefe der Kabine reichen nicht. Entscheidend ist bei Sofas und Matratzen die Diagonale, bei Schränken die Höhe. Was nicht passt, wird vorher zerlegt oder geht über das Treppenhaus. Ein Außenaufzug hilft bei Hochhäusern meist nicht, weil die Etagen zu hoch liegen.
Drei Leute, drei Aufgaben
Die schnellste Methode, die wir kennen: Unten belädt einer den Aufzug, einer fährt mit, oben verteilt einer in die Räume. Der Aufzug fährt so ohne Leerfahrten und ohne Wartezeit. Bei langen Fluren kommt ein vierter dazu, der zwischen Aufzug und Wohnung pendelt. Das ist der Grund, warum wir bei Hochhäusern manchmal eine Person mehr einplanen als bei einem gleich großen Umzug im Altbau. Unterm Strich ist das günstiger, weil der Tag kürzer wird.
Wege und Zufahrten
- Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen bleiben frei, auch für zehn Minuten Ausladen
- Der Ladeplatz liegt so nah wie möglich an dem Eingang, der zum richtigen Aufzug führt
- In Wohnstraßen mit wenigen Parkplätzen hilft eine Halteverbotszone
- Rollwagen und Sackkarren sparen auf langen, ebenen Wegen Kraft und Zeit
Was Sie vorher erledigen können
Packen Sie Kartons so, dass sie sich stapeln lassen, und beschriften Sie sie seitlich, nicht nur oben. Im Aufzug sieht niemand die Oberseite. Stellen Sie fertig gepackte Kartons zimmerweise zusammen, damit der Aufzug zimmerweise fahren kann. Und sagen Sie den Nachbarn Bescheid. Ein Zettel im Aufzug eine Woche vorher macht den Tag für alle entspannter.
Und wenn es schnell gehen muss
Hochhausumzüge sind gut planbar, auch kurzfristig. Wichtig ist, dass wir vorher wissen, welcher Aufzug, welche Etage, welche Wege. Das klären wir bei einer kurzen Besichtigung, gern per Video aus der Wohnung.

